Nikolaus - Legenden

Die wunderbare Kornvermehrung

Während einer Hungersnot in Lykien landeten in Andriake Kornschiffe im Hafen. Nikolaus, von Myra herbeigeeilt, bittet die Schiffer, etwas von ihrer Ladung abzugeben. Sie lehnten das mit der Begründung ab, dass die Ladung genau gewogen sei.

Der Heilige jedoch sicherte ihnen Straflosigkeit zu und heißt sie an, von jedem Schiff hundert Scheffel abzugeben. In Konstantinopel angekommen, fehlte nichts an Gewicht. Das von Nikolaus verteilte Getreide reichte wunderbarer Weise für zwei Jahre aus und langt auch noch zur Aussaat

Stillung des Seesturms

Schiffer, die in Seenot geraten sind, erinnern sich des hl. Bischofs, von dessen Ruhm sie gehört haben. Von ihnen angerufen, erscheint Nikolaus, spricht ihnen Mut zu, greift selbst überall ein und verschwindet nach Vollbringung des Rettungswerkes. die Matrosen erkennen in der Kirche von Myra - in den ihnen bisher unbekannten Bischof Nikolaus - sofort ihren Retter und danken ihm

Die Legende von der Ausstattung der drei verarmten Jungfrauen

Ein vornehmer Mann, der völlig verarmt ist, beabsichtigt seine drei Töchter , die er nicht ebenbürtig verheiraten kann, der Schande preiszugeben, um daraus seinen und ihren Lebensunterhalt zu  bestreiten. Der junge Nikolaus, eben Erbe eines großen Vermögens geworden, hört davon und wirft nachts dreimal einen Beutel voll Geld ins Haus der Verarmten. Jeder Beutel bildet die Mitgift für eine der Töchter und ermöglicht ihre Verheiratung. Das dritte Mal holte der Vater den enteilenden Wohltäter ein und dankt ihm unter Tränen.